Wie funktioniert ursachenorientierte Hypnose?
Stell dir einmal vor, dein Inneres besteht aus drei Bereichen: Deinem Bewusstsein, dem Türsteher und Deinem Unterbewusstsein.
Dein Bewusstsein
Das ist der Teil von dir, der gerade diese Zeilen liest.
Er denkt nach. Er analysiert. Er trifft Entscheidungen:
- „Soll ich das tun?“
- „Ist das sinnvoll?“
- „Was denken die anderen?“
Hier sitzt Dein Verstand.
Dein Unterbewusstsein
Das ist der Teil, der viel mächtiger ist, als viele glauben.
Hier wird gespeichert:
- alles, was du jemals erlebt hast
- alles, was du gefühlt hast
- jede Situation, jeder Eindruck
Und noch viel wichtiger:
Es hat nur eine Aufgabe: Dich zu schützen.
Egal ob das logisch ist oder nicht.
Und dann ist da noch der Türsteher
Er steht zwischen Bewusstsein und Unterbewusstsein.
Seine Aufgabe ist eigentlich simpel:
Er entscheidet, was wirklich wichtig ist und was einfach wieder gehen kann. Er filtert.
Nicht jede kleine Erfahrung soll dich prägen.
Nicht jedes Gefühl soll sich tief verankern.
Das Problem
Dieser „Türsteher“ ist nicht von Anfang an voll im Einsatz.
Gerade in der Kindheit kommt vieles ungefiltert durch.
Ein Beispiel
Stell dir vor: Du bist vielleicht 4 oder 5 Jahre alt. Weihnachten. Familie. Alle schauen dich an.
Du sollst ein Lied singen. Du machst das.
Und plötzlich lacht jemand.
In dir passiert etwas:
- „Warum lacht der?“
- „War das falsch?“
- „Werde ich ausgelacht?“
- „Ich will hier weg…“
In diesem Moment entsteht ein Gefühl. Und dieses Gefühl wird gespeichert. Nicht als Gedanke.
Sondern mit der Erfahrung verknüpft: „Sichtbar sein ist unangenehm.“
Und Jahre später?
Du bist erwachsen.
Und merkst:
- Vor anderen sprechen? Unangenehm.
- Im Mittelpunkt stehen? Lieber nicht.
- Neue Leute? Kostet Überwindung.
Und du verstehst nicht warum.
Denn dein Bewusstsein sagt vielleicht: „Ist doch gar nichts Schlimmes.“
Aber dein Unterbewusstsein sagt: „Doch. Ich kenne das. Lass das lieber.“
Und weil es dich schützen will… vermeidest du. Ziehst dich zurück. Fühlst dich blockiert.
Genau hier setzt ursachenorientierte Hypnose an
Nicht am Symptom. Es geht nicht darum, Dich wieder und wieder in so eine Situation zu bringen, die Du aushalten musst.
Es geht nicht darum Dir zu sagen: "Jetzt reiß Dich mal zusammen, so wild ist es doch gar nicht..."
Sondern um den Moment, in dem dieses Muster entstanden ist.
Also, was wäre, wenn Du noch einmal gedanklich zu dieser Situation zurückgehen könntest?
Um sie neu zu verstehen: Vielleicht war es gar kein Auslachen? Vielleicht hat sich jemand gefreut. Vielleicht war sogar es ein liebevolles Lachen.
Und dein System hat es einfach falsch eingeordnet.
Und genau das verändert alles. Denn wenn dein Unterbewusstsein erkennt: „Ich habe das damals falsch bewertet.“, dann muss es dich heute nicht mehr vor solchen Situationen beschützen. Statt dessen darf es seiner Aufgabe weiterhin nachkommen und auf Dich aufpassen - nur eben in Situationen, wo es wirklich sinnvoll ist.
Und wie läuft das in der Praxis ab?
Eine (von zahlreichen) möglichen Techniken möchte ich hier kurz beschreiben:
Das Ergebnis
Die Situation ist noch da.
Aber:
- Dein Körper reagiert anders
- Du fühlst dich freier
- Du hast wieder eine Wahl.
Oder hast Du noch Fragen?
Schreib mir gern eine Nachricht per Mail an kontakt@alexander-pohl-hypnose.de.